Semmelknödel mit Gorgonzola-Sauce aus dem Ofen

Mealplanning ist ja mal so garnicht mein Ding – bin ich viel zu spontan, chaotisch und undiszipliniert für. Was ich aber liebe und auch ganz gut kann: Freestyle Resteverwertung mit dem, was ich so habe und im Kühlschrank finde. Wobei Resteverwertung so abwertend den Zutaten gegenüber klingt. Denn diese fluffigen Semmelknödel waren der Knaller. Unkompliziert im Ofen gebacken, das heißt: Kein Auseinanderfall-Risiko im Topf, ein sauberer Herd und dazu eine Gorgonzola-lastige Sauce mit Spinat, die sich easy abwandeln lässt! Feierabend-approved!

Seit ungefähr einem Jahr bin ich jetzt im neuen Job, hab dort echt viel mit Rezepten und Food zu tun und merke einfach: Ich hab abends manchmal keine Energie oder Nerven, nochmal einkaufen zu gehen oder große Action in der Küche zu fahren (Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel, hehe). Deswegen hat sich mein Rhythmus ein bisschen angepasst. Jeden Samstag wird jetzt auf dem Brühler Wochenmarkt eingekauft. Was als kleines Highlight während des Lockdowns anfing, hat sich inzwischen richtig etabliert. Meist treffe ich mich mit meiner Freundin Tina, wir quatschen und trinken 1 (bis 3) Käffchen bei der italienischen Kaffeebude auf dem Platz und schauen, was wir Gutes finden. Ohne Mealplan in der Tasche. Stattdessen mit einem leeren Trolley und geballter Wochenend-Motivation.

Zuhause kommt dann mein Beinahe-Lieblingspart: Kühlschrank einmal komplett ausräumen, putzen und neu bestücken. Vielleicht bin ich die einzige, deren Körper beim Anblick eines prall gefüllten, sauberen Kühlschranks Endorphin ausschüttet, aber ich lieeeebe es! Tja, und den Rest der Woche wird dann jeden Tag überlegt, was man aus dem ganzen Zeug so machen könnte. Grandios daran ist: Wir sparen a) Zeit, weil wir unter der Woche nicht spontan einkaufen müssen, b) Geld, weil man keinen unnötigen Sch*** kauft und c) Müll, weil ich mittlerweile mit gebrauchten Gemüsetüten bei den Marktständen auflaufe.

Gebackene Semmelknödel – mein Knödel-Hack Nummer 1!

Kommen wir zu den Knödeln! Altes Brot ist bei meiner Sauerteigobsession nämlich durchaus mal ein Thema. Immer wenn mir die Reste über den Kopf wachsen, sind Semmelknödel die Rettung. Schmecken eigentlich jedem und lassen sich easy variieren. Und sind im Ofen gebacken ein Nobrainer. Diesmal gab es sie mit einer sahnigen Ricotta-Gorgonzola-Mischung. Nicht fancy, aber wahnsinnig lecker und würzig. Und so gehts!

Rezept Semmelknödel mit Gorgonzola-Sauce aus dem Ofen

Zutaten (ergibt 4-6 Portionen)

für die Knödel:

  • Baguette/Ciabatta (ca. 4-5 Brötchen)
  • 3 kleine Eier300 ml (Pflanzen-)Milch
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 g Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

für die Sauce:

  • 300 g Ricotta
  • 1 Becher Sahne
  • 1 Becher Gemüsebrühe
  • 100 g Gorgonzola
  • 1 Bio-Zitrone, Saft und Abrieb
  • 250 g Spinat

Zubereitung:

Brot würfeln (0,5 cm groß). Evtl. nochmal im Ofen auf dem Blech antoasten, falls es nicht eh schon trocken ist.

Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Butter in einem kleinen Topf zerlassen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Milch, Salz, Pfeffer und Muskat zugeben und alles einmal aufkochen. Zusammen mit den Brotwürfeln in einer Schüssel vermischen (Achtung heiß) und 30 Minuten quellen lassen.

Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Eier verquirlen und zur Brotmasse geben. Alles gut verkneten.

Tiefes Backblech oder Auflaufform mit Olivenöl ausstreichen. Gerne mit den Händen – so lassen sich die Knödel im Anschluss entspannter formen. Tennisballgroße Knödel mit Abstand auf dem Blech verteilen und ca. 30 Minuten im Ofen backen.

In der Zwischenzeit Ricotta, Sahne und Gemüsebrühe aufkochen und leicht einköcheln lassen (10 Minuten bei niedriger Hitze). Mit etwas Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken.

Gorgonzola und 3/4 des Spinats unterrühren, Mischung zu den Knödeln ins Blech geben. Übrigen Spinat zwischen den Knödeln verteilen (für die gesunde Optik 😉).

Weitere 10 Minuten backen und servieren.

Fertig! 🍽

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