Hibiskus-Sirup // Ode an den Aperitiv

Hibiskus-LimonadeHibiskus-Limonade

Selbstgemachter Hibiskus-Sirup macht einfach alles süßer, pinker, fruchtiger und leckerer… Wer wie ich schmerzliche Sehnsucht nach lauen Sommerabenden und Weißwein-Wetter hat, für den hab ich einen Tipp: Köchelt Euch den Sirup, rastet getränke-technisch ein bisschen aus und denkt Euch das Wetter schonmal herbei 😀    

Aperitiv = Vorfreude

Ich könnte abendelang nur Aperitiv (Aperitifs, Aperitive??) trinken. Ernsthaft. Da muss es, abgesehen von Nüsschen oder Oliven, nichtmal was zu Essen geben. Aperitiv assoziiere ich mit Vorfreude, Gesprächen, die in Gang kommen und dem Gefühl, es sich heute mal gut gehen zu lassen. Noch dazu fühlt er sich immer so wunderbar harmlos und unschuldig an, weil man ja in der Regel nur einen davon trinkt 😉 Bei den SupperClubs gibt’s deswegen jedes Mal einen Aperitiv vorweg – meistens im Stehen, damit alle erstmal ankommen, sich beschnuppern und auch einen Blick in die Töpfe werfen können.

Wenn es dann noch etwas ist, was man nicht als klassischen Aperitiv kennt, hat man schon einen guten Einstieg geschafft. Und ein bisschen Alkohol zu Beginn schadet sowieso nicht. Ich erinnere mich an einen Sommerabend, der mit einem knackigen „Aviation“ startete – vergissmeinnicht-blau, (ein bisschen zu) ginlastig und mit essbaren Blüten dekoriert. Gefühlt hatten danach alle einen sitzen, aber das hat dem Abend definitiv nicht geschadet 😀

Aviation

Gabs beim kulinarischen Donnerstag #3 vorweg – „Aviation“

Die Suche nach dem Hochzeits-Aperitiv

Da Daniel und ich derzeit parallel eine übertrieben groß geratene Hochzeit planen, bin ich ohnehin in einer Testphase für Weine, Drinks, etc. Im letzten Sommer habe ich einen sehr leckeren „Hibiskus Spritz“ im Wippn’BK getrunken. Ganz leicht, herb-fruchtig-säuerlich, wunderhübsch pastellig rosa. Wie gemacht für den Sektempfang bei einer Sommerhochzeit, als Aperitiv vor einem leichten Menü oder einfach so nachmittags in der Abendsonne! Und da es „nur“ noch 4 Monate sind, wurde es langsam Zeit, mich an eine eigene Version zu machen.

Hier also das Rezept für selbstgemachten Hibiskus-Sirup, der

a) eine knallermäßige, gesättigte Farbe hat (ohne Witz, mit dem Zeug kann man vermutlich alles mögliche rot einfärben),

b) sowohl als Topping über Eis und Desserts, aber auch

c) als Limonade mit Sprudel aufgegossen superlecker schmeckt.

Oder man mixt

d) damit einen sommerlichen Aperitiv, pimpt seine Weinschorlen, denkt sich neue Cocktails aus… 😀

Die Blüten gibt es in jedem Teeladen zu kaufen und der Sirup ist ganz simpel zu machen. Basis für meinen Sirup war dieses Rezept von Cooketteria, allerdings habe ich den Sirup süßer gemacht, weil ich ihn für meinen Drink mit Grapefruitsaft gestreckt habe 🙂

Rezept für Hibiskus-Sirup
Zutaten Hibiskus-Sirup

Zutaten Hibiskus-Sirup

Ihr benötigt:

  • 50 g Hibiskusblüten (aus dem Teeladen)
  • 600 g Zucker
  • 10 Pimentkörner (optional)
  • 1/2 Bio-Zitrone, in dünne Scheiben geschnitten
  • 750 ml Wasser
Schritt I: Hibiskus Aufkochen

Zunächst quetscht ihr die Pimentkörner – falls ihr welche benutzt – mit dem Mörser oder der flachen Messerklinge an. Dann werden Hibiskus, Zitrone und Piment im Wasser zum Kochen gebracht. Sobald die Mischung kocht, könnt ihr den Herd ausschalten und das Ganze abgedeckt auf der Herdplatte 2 Stunden abkühlen und ziehen lassen.

Schritt 1

Hibiskus, Piment und Zitronenscheiben werden mit dem Wasser aufgekocht…

Schritt II: Hibiskus Ziehen lassen

Nach 2 Stunden könnt ihr die Zitronenscheiben aus dem Topf fischen und ihn an einem kühlen Plätzchen über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag seiht ihr alles durch ein Passiertuch oder feines Sieb in einen zweiten Topf.

III. Konzentrat + Zucker = Hibiskus-Sirup
Schritt 3: Zucker zum Hibiskus-Konzentrat

Schritt 3: Zucker zum Hibiskus-Konzentrat

Im dritten Schritt kommt der Zucker ins Spiel, und zwar im Verhältnis 1:1. Da ihr vermutlich um die 600 ml Konzentrat in eurem Topf habt, gebt ihr also 600 g Zucker dazu und bringt die Mischung auf mittlerer Hitze und unter Rühren zum Kochen, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat. Dreht nun ruhig die Hitze etwas runter und köchelt den Sirup weitere 5 Minuten, dabei das Rühren nicht vergessen.

Tipp: Nicht länger als 5 Minuten, denn sonst geliert euch der Sirup, sobald er abkühlt. Was nicht schlimm ist, aber in Getränken nervig, weil das Gelée sich immer am Glasboden absetzt.

Abkühlen lassen, in eine hübsche Flasche oder ein Weckglas füllen, fertig! 😀

Voila, fertiger Sirup

Voila: Fertiger Sirup! Hält sich mehrere Monate im Kühlschrank

Wenn ihr die Flasche oder das Weckglas vorher mit kochendem Wasser ausspült, hält sich der Sirup im Kühlschrank ohne Weiteres mehrere Monate.

Serviervorschläge? Bitte sehr:

Hibiskuslimonade
Hibiskus-Limonade

Hibiskus-Limonade

Simpler gehts nicht: Ein Fingerbreit (oder nach Geschmack mehr/weniger) Sirup in ein Glas geben, mit Mineralwasser aufgießen, umrühren, Eiswürfel und – wer es fancy mag – einen Zweig Minze als Deko dazu – fertig!

Hibiskus-Limo

Hibiskus-Limo

Hibiskus Spritz
Hibiskus-Spritz

Hibiskus-Spritz

Für Weißwein-Abende oder als leichter Aperitiv! Ebenfalls kein Hexenwerk, aber extrem lecker und dazu noch hübsch anzuschauen:

Vermischt etwas vom Sirup zu gleichen Teilen mit ein wenig Grapefruit-Saft.

Gebt ein paar Eiswürfel in ein Glas und mischt Euch eine kleine (Platz für den Clou lassen!) Weißweinschorle.

Zum Wohl!

Zum Wohl!

Nun langsam etwa 4 cl (pi mal Daumen) Sirup-Saft-Gemisch ins Glas gießen. Mit einem Rosmarinzweig (meiner sieht etwas kümmerlich aus – aber hey, bei dem Wetter gibt der Garten nichts üppigeres her!) garnieren. Der Rosmarin sieht nicht nur hübsch aus, sondern gibt dem Drink auch eine tolle kräuterige Note.

Zum Wohl! ♥

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