Die besten Zimtschnecken der Welt!

Gibt es zu Kaffee oder Tee etwas Besseres und Schöneres als flauschig-weiche, noch warme und buttrige Zimtschnecken, die sich wie Watte auseinanderzupfen lassen und magischerweise im Magen zu schrumpfen scheinen, so dass man perverse Mengen davon verdrücken kann? Ich behaupte mal: Nö. Der Clou bei diesem Rezept ist eine Prise Kardamom im Teig als perfekte Ergänzung zu Zucker und Zimt. Und ein Päckchen Butter 🙂

Zimtschnecken und ich – das ist eine langjährige Liebe. Ich behaupte einfach mal, dass ich nach mehreren Jahren Rumprobierens mittlerweile das weltbeste Rezept für Zimtschnecken gefunden habe. Für mich zumindest: Ganz unspektakulär und simpel, bis auf die Prise Kardamom im Hefeteig, auf die man, wenn man es einmal ausprobiert hat, nie mehr verzichten will. Mehr Raffinesse braucht es für mich nicht. Rosinen, gehackte und gemahlene Nüsse und andere Extras sind zwar nett, aber ich bin Purist. Und dabei, obwohl ich unglaublich gerne backe, gar kein großer Freund von allzu süßen Schweinereien.

An diesem Rezept für Zimtschnecken liebe ich, dass der eigentliche Teig mit wenig Zucker auskommt, durch den Kardamom aber wunderbar würzig und „fresh“ (mir fällt kein besseres Wort dafür ein) schmeckt, man meist alle Zutaten im Haus hat und die Wohnung einfach unfassbar gut riecht bis zum nächsten Tag. Und keine Angst vor dem Hefeteig! Ich benutze generell nur frische Hefe und bisher ist er IMMER wunderbar aufgegangen. Es gibt zwei drei Kniffe, auf die man achten sollte, aber es ist abgesehen davon nicht grade eine Wissenschaft, das Ding zum Aufgehen zu bringen.

Vorm Backen dürfen sie noch ein paar Minütchen in der Form gehen

Übrigens backe ich die Schnecken immer dicht an dicht in einer großen Backform, statt sie getrennt voneinander auf dem Backblech zu backen. So kuscheln sie natürlich beim Backen miteinander, bleiben aber schön saftig und trocknen an den Seiten nicht aus. Der beste Teil ist ja immer das saftige Innenleben und so hat man noch mehr davon 😀

Wenn ihr ein Stündchen Leerlauf (zuzüglich Zeit zum Gehen und Backen) habt und euch überzeugen möchtet, probiert es doch mal aus!

Fertige Zimtschnecken

 

Weltbeste Zimtschnecken (ergibt etwa 16 Stück)

 

Was ihr braucht:

  • 250 g Butter
  • 500 ml Milch
  • 250 g Zucker
  • 1 kg Weizenmehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Kardamom
  • 1-2 EL Zimt
    Der Teig

Butter, Hefe, Milch und Gewürze

Zunächst 150 g Butter bei niedriger Hitze in einem Topf schmelzen und im Anschluss die Milch hinzugeben. Das Gemisch jetzt erwärmen, bis es lauwarm ist und etwa Körpertemperatur hat (einfach mit dem Finger zwischendurch testen). Nur nicht zu heiß werden lassen, das mag die Hefe nämlich gar nicht.

Butter, Milch und Zucker

Sobald die Mischung warm ist, kommen 150 g Zucker und Kardamom dazu und die zerbröselte Hefe wird unter Rühren in der Butter-Milch-Zucker-Suppe aufgelöst.

Tipp: Die Mischung danach 5 Minuten stehen lassen. Wenn sich auf der Oberfläche Blasen bilden, wisst ihr, dass euer Hefeteig „lebt“ und erlebt keine böse Überraschung mit dem Teig! Wenn ihr die Milch nicht zu heiß gemacht habt und die Hefe nicht abgelaufen ist, dürfte das aber nicht passieren.

Nun in einer großen Schüssel das Salz und nach und nach fast das gesamte Mehl hinzugeben und unterarbeiten (einen Mehlrest zum Ausrollen des Teiges beiseitestellen). Wenn der Teig geschmeidig ist und sich beim Kneten leicht vom Schüsselrand lösen lässt, kann man ihn abgedeckt an einem warmen Ort stehen lassen. Nach einer Stunde sollte er sich nahezu verdoppelt haben.

Die Füllung

Bevor ihr den Teig nun noch einmal durchkneten und ausrollen könnt, wird die restliche Butter zerlassen und der restliche Zucker mit dem Zimt vermischt.

Nun die Arbeitsfläche bemehlen, den gegangenen Teig noch einmal durchkneten und rechteckig ausrollen. Eine Seite sollte möglichst nicht breiter als 50 cm sein, sonst werden die gerollten Schnecken zu breit. Auf dem ausgerollten Teig wird zunächst die zerlassene Butter und darauf die Zimt-Zucker-Mischung großzügig verteilt.

Der ausgerollte Teig mit Butter und der Zimt-Zucker-Mischung

Anschließend wird der Teig der Länge nach aufgerollt und in 4-5 cm breite Stücke geschnitten.

Den Teig vorsichtig aufrollen...

und in Scheiben schneiden

Backen

Die Schnecken nun in eine große, gefettete Auflaufform bugsieren. Lasst ruhig ein wenig Abstand zwischen den einzelnen Zimtschnecken, denn sie bekommen im Ofen noch eine Menge Volumen und werden die Form am Ende komplett ausfüllen.

Zimtschnecken in Reih und Glied

Nun könnt ihr den Ofen anmachen und die Zimtschnecken weitere 10-15 Minuten in der Form gehen lassen, während er auf 180 Grad vorheizt.

Nach 30 Minuten auf der mittleren Schiene dürften eure Zimtschnecken goldbraun und groß geworden sein. Schaut beim Backen immer mal nach, ob sie auch nicht zu dunkel werden. In dem Fall lieber die Temperatur zum Ende hin runterschalten, damit das Innere nicht zu schlonzig bleibt. Wenn sie dann fertig sind, lasst ihr sie am besten unter einem Tuch auskühlen. Oder ihr rührt noch schnell eine Glasur an, wenn ihr Puderzucker zur Hand habt.

Glasur (optional)

Für die Glasur verrührt ihr

  • 200 g Puderzucker mit
  • 1-2 EL Flüssigkeit

bis ihr ein dickflüssiges Topping erhaltet, das ihr über die noch heißen Zimtschnecken gebt. In meinem Fall habe ich den selbstgemachten Chai-Sirup zum Anrühren verwendet, das brachte noch ein weihnachtlich-würziges Finish. Aber Milch, Zitronensaft oder auch einfach Wasser funktionieren genausogut.

Zimtschnecken Close-Up ;)

Ich hoffe, sie gelingen und schmecken Euch genauso wie mir! ♥

1 Kommentare

  1. Pingback: Schokoladen-Babka // Kamelle-Upcycling II - der kulinarische donnerstag

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