Kategorie: Blog

7 Jahre Gastro – Selbstständigkeit?

Selbständigkeit in der Gastronomie

21. September. An diesem Datum hab ich den letzten Blogpost online gestellt… Jo, ich gebs zu: Ich war faul. Faul und hungrig und wein-durstig. Urlaubs-reif und geschafft vom letzten Jahr. Ein bisschen ratlos, was ich mit dem Blog und meiner neuen freien Zeit seit Januar eigentlich so treibe, für die ich job-technisch auf eine Teilzeit-Stelle runtergeschraubt hatte. Und ratlos, ob ich wirklich jemand bin, der wöchentlich akkurat notierte Rezepte mit Mengenangaben und Co. posten kann/will. Vielleicht kennt ihr das Gefühl ja, dass man mit viel Druck durchs Leben prescht, aber manchmal nicht so recht in Worte fassen kann, worauf man diese Energie denn eigentlich richten will? Selbstständigkeit ja, aber wie?

Ich glaube, ich werde mich in Zukunft ein bisschen von der reinen Rezepte-Nummer freistrampeln. Weil ich merke, dass mich dieser Zwang, einen Mehrwert (also eine Anleitung, ein Rezept oder ähnliches) für den potenziellen Foodie/Leser zu generieren, mehr blockiert als beflügelt. Ich möchte mehr darüber schreiben, was mich kulinarisch-gastronomisch so umtreibt. Da gibt es jenseits von bloßen Rezepten nämlich seit jeher so einiges.

Food und Gastronomie und Selbständigkeit

Z.B. die Arbeitsbedingungen und das Wirtschaften in der Gastronomie – meistens, wenn ehemalige Kollegen oder befreundete Gastro-Angestellte mit Arbeitgebern oder anderen Hindernissen aneinander rasseln. Bei solchen Gelegenheiten gibt es immer wieder dieselben Gespräche: Wo denn die Augenhöhe zwischen Arbeitgeben und Arbeitnehmer aufhört und wo Ausbeutung anfängt. Wie Rentabilität und Nachhaltigkeit zusammenpassen (können), sowohl auf der Personalebene als auch in der Kalkulation der Waren. Und ob man sich an Gastronomie als eines der wenigen Pflaster gewöhnen muss, wo halbseidene Geschäftspraktiken und Kleinkriminalität/Trickserei zum Alltag gehören.

Zwischenzeitlich begeistern mich zwar bestimmte Menü-Inspirationen oder Techniken, die ich unbedingt ausprobieren möchte. Manchmal sind es aber einfach Ideen zu Konzepten, die ich als Nische in Köln wahrnehme, die man endlich mal füllen könnte. Oder die ich vielleicht mal für die eigene Selbstständigkeit nutzen könnte? 😉 Die Gastronomie und ich haben nämlich bald unser verflixtes 7. Jahr hinter uns. Und ich bin immer noch da. Mittlerweile fest verwurzelt und weg möchte ich so schnell auf keinen Fall. Die Frage ist irgendwann nur, wie es weitergehen soll mit uns beiden.

Selbstständigkeit in der Gastro – ready for the next level? 😉

Ja ja, die Idee der Selbständigkeit geistert seit einigen Wochen wieder verstärkt durch meinen Kopf. Denn mal ehrlich: Mit 33 ist es für mich noch völlig ok, in der Gastro angestellt zu sein und im Service meine Brötchen zu verdienen. Schließlich lerne ich gerade Einiges und habe zeitliche Freiheiten durch Daniels Vollzeit-Job, die ich für andere Projekte nutzen kann. Aber längerfristig muss es entweder in einem eigenen Laden oder der beruflichen Um-Orientierung münden. Körperlich ist der Job einfach zu hart, um darin alt zu werden. Und eine Rente sichert man sich damit auch nicht. Jeder, der selber im Service sein Geld verdient, weiß, wovon ich spreche. Bei meinem letzten Job habe ich montags teilweise 30 Getränkekisten im Alleingang verräumt, deckenhoch gestapelt und 50-Liter-Bierfässer durch den halben Keller bugsiert.

Mit der Idée fixe von der Selbständigkeit bin ich unter Gastro-Kollegen natürlich in allerbester Gesellschaft. Gefühlt jeder 2. tagträumt von einem schnuckeligen kleinen Café/Bistro oder einer (Wein-) Bar. Für die anderen 50% ist die Gastronomie ohnehin nur eine zweckdienliche Übergangslösung, bis das Studium geschafft ist und das Berufsleben losgeht. Das Problem beim Träumen über die Selbständigkeit: Es geht meist nicht über hochmotivierte, aber komplett vage (und von 1-100 Feierabend-Bieren befeuerte) Gespräche unter Kollegen hinaus. Natürlich will man alles ganz anders und vor allem oft besser machen als das, was man bisher so kennengelernt hat 😉

In Mini-Schritten zum Masterplan

Ganz nach dem Motto „fake it till you make it“ habe ich – digitaler Grobmotoriker, der ich bin – mir meinen ersten Schwung Visitenkarten erstellt. Ganz ohne Hilfe natürlich nicht: Das hübsche Logo, bzw. den Schriftzug hat Yoo-Jin a.k.a. paperpilea für mich gestaltet. Auf ihrem Instagram-Account findet ihr super liebevoll gestaltete Sachen aus dem Crafting-Bereich. Ich glaube, zwischen Handlettering und Stricken gibt es nichts, was sie nicht kann ♥

Selbstständigkeit in der Gastronomie

Mit diesen Kärtchen im Gepäck werde ich in den nächsten Wochen ein paar Veranstaltungen in Richtung Networking, Selbstständigkeit und Existenzgründung im Gastgewerbe besuchen. Um mir selber den nötigen Arschtritt zu verpassen. Und um darüber zu reden, was ich denn eigentlich will. Oder wollen könnte. Whatever.

Vielleicht sind außer mir ja auch andere Blogger oder Leser unterwegs, die diese Themen interessieren und die Lust auf Austausch haben? Oder Tipps haben?

PS.: Keine Angst, ich werde ab sofort nicht nur über sowas schreiben. In den kommenden zwei Beiträgen gibts ein Rezept und einen Urlaubsbericht mit Toskana-Tipps ♥

Hallo Herbst: Kürbis-Kuchen mit Apfel-Cidre-Füllung

Kürbis-Kuchen

Was für eine Woche! Zunächst einmal gab es letzten Montag jede Menge kulinarischen Input bei der Chef-Sache in Düsseldorf. Dann war ich am Dienstag zum ersten Mal in einem  Zwei-Sterne-Lokal essen. Am kommenden Wochenende geht es für ein paar Tage ab nach München und die Woche drauf an die Nordsee! Dazwischen wird gekocht und gebacken, was das Zeug hält: Kürbis-Kuchen, Kürbis-Blondies, die ersten Advents-Experimente… Ganz schön was los im Moment! Weiterlesen

Ich, die Gastro und der kulinarische Dienstag #13

Der kulinarische Donnerstag #13

Heute gibt es mal kein neues Rezept für Euch. Das liegt nicht daran, dass ich in den letzten Tagen wenig gekocht hätte. Im Gegenteil. Der kulinarische Dienstag fand nämlich diese Woche statt und im Vorfeld gab es jede Menge Kocherei, Trinkerei und Co. Allerdings ohne Notizen oder Fotos, insofern gibt es heute nur einen Bericht und generelles Update 😉    Weiterlesen

Granola (Knuspermüsli) – selbstgemacht!

Ich bin ein Frühstücks-Muffel. Normalerweise kann man mich morgens weder mit Müsli/Granola, noch mit Brötchen, Stullen oder Pancakes aus dem Bett locken. Avocado-Toast? Nö danke. Dann lieber ne Kanne Kaffee nur für mich alleine, da trink ich dann bis Mittag dran. Im Anschluss dann ein „Spätstück“ oder frühes Lunch, und ich halte durch bis zum Abendessen – in meinen Augen eh die einzige ernstzunehmende Mahlzeit des Tages. Quasi die Antithese zu Healthy Living mit low carb Dinner und elaborierten Bowls am Morgen. Da bin ich sowas von raus. Morgens bin ich manchmal sogar zu grumpy für gutgelaunte Radiosender, insofern… Smoothie-Bowls sind keine Option.   Weiterlesen

Menü-Überlegungen zum März-Dinner

SupperClub Februar

Es ist endlich soweit – ich hab mir Gedanken zum Menü kommende Woche gemacht und freue mich schon wirklich sehr, sehr, ein paar neue Ideen und Sachen auszuprobieren. Da das Wetter bombastisch frühlingshaft werden soll (22°C und Sunnesching!!), will ich Daniel auf jeden Fall mit ein wenig Grill-Action im Garten einbinden. Der freut sich sicher auch, nicht immer nur Teller spülen zu müssen, sondern mal zeigen zu können, was er so draufhat! Und am Grill kann ihm ernsthaft niemand, den ich kenne, das Wasser reichen.      Weiterlesen

Vom stressfreien Gastgeben

Hi. 🙂 Worüber schreibt man im ersten Blog-Post? Vielleicht fängt man einfach mal mit Dingen an, die einem beim Kochen aufgefallen und im Kopf geblieben sind. Zum Warmwerden quasi. So ganz grundsätzliche Sachen, die man eigentlich garnicht extra sagen muss, aber irgendwie auch doch, weil sie uns allen das Leben in der Küche einfacher machen. Womit wir zur simpelsten und wichtigsten Grundregel überhaupt kommen:  Weiterlesen