Apfel-Käsekuchen mit Walnuss-Karamell

Apfel-Käsekuchen

Weisheit des Tages: Manchmal muss man Dinge einfach geschehen lassen. So wie diesen Apfel-Käsekuchen. Du bist im Herbst-/Tee-/Kuchen-Modus, kannst Dich aber nicht entscheiden, ob es Käsekuchen oder Apfelkuchen sein soll? Warum Dich entscheiden, wenn Du beides haben kannst? Apfel-Käsekuchen mit Walnuss-Karamell, here we go. Klar, dass ich karamellisierte Nüsse auch noch ins Spiel bringen musste 😉 

Einatmen… Ausatmen… Apfel- Käse- Kuchen backen

Es ist kaum zu fassen, wie schnell die Zeit momentan verfliegt… Auf der Suche nach einem alten Rezept habe ich noch einmal gelesen, mit welch hehrem Vorsatz ich vergangenen Januar ins neue Jahr gestartet bin. Achtsamkeit, weniger (in erster Linie selbst-generierter) Stress… Mittlerweile kündigt sich schon der Herbst an und gefühlt ist mein Januar-Statement schon ganz lange her und ganz weit weg. Denn Hauskauf und Umbau stehen unmittelbar bevor, verbunden mit vielen Terminen und einer Menge an Entscheidungen, die mich ja immer latent überfordern. Neben Dielen, Zimmertüren und tausend anderen Dingen, die mir im Kopf herumschwirren, möchte ich Bloggen, Kochen, Schreiben. Bessere Fotos machen, mir von den Kollegen in der Küche neue Dinge beibringen lassen. In der Gastronomie arbeiten. Ein Haus in Kroatien kaufen und nachhaltig-kulinarische Urlaubspakete anbieten. Content Marketing besser verstehen und herausfinden, ob ich damit nicht auch Geld verdienen kann…

Mein Hauptproblem ist und wird vermutlich immer sein, dass ich mich nicht entscheiden kann und am liebsten alles gleichzeitig machen möchte. Alles auf einmal und nichts exklusiv, um mir die anderen Möglichkeiten auch ja nicht zu verbauen. Dass das nicht immer die effizienteste Herangehensweise an Projekte ist, hab ich zwar mittlerweile verstanden, aber nach wie vor fällt es mir unglaublich schwer, mich dahingehend am Riemen zu reißen. Für gewöhnlich schwanke ich zwischen Hadern, Verzweiflung und Resignation. Und dem Versuch, dieser Entscheidungsschwäche auch etwas positives abzugewinnen. Denn mein Leben ist zum einen alles andere als langweilig – und zweitens findet manchmal das zusammen, was zusammen gehört.

Meine Achtsamkeitsmaßnahme Nummer 1 ist derzeit das Backen. Hilft besser als Meditation oder Yoga, zumindest bei mir. Dazu kommt, dass mein Chef momentan kistenweise Obst aus seinem Garten an uns und die Gäste verschenkt: Äpfel, Birnen, Pflaumen… Als ich letztlich mit einem Haufen Äpfel zuhause stand, spontan aber Lust auf Käsekuchen hatte, habe ich kurzerhand beides kombiniert. Und diesen Apfel-Käsekuchen auch noch extra dekadent mit einem Walnuss-Karamell-Topping versehen: Frisch geerntete Äpfel mit karamellisierten Walnüssen, und das Ganze auf einem Käsekuchen mit einem Hauch Tonkabohne… Wer kann da bitte widerstehen? Eben.

Rezept Apfel-Käsekuchen mit Walnuss-Karamell

Ihr benötigt für den Teig:

  • 250 g Mehl (plus ein wenig mehr zum Ausrollen)
  • 125 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 1/2 TL Backpuver
  • Prise Salz

für die Käsekuchen-Masse:

  • 1/2 Tonkabohne, grob im Mörser zerstoßen
  • 150 ml Milch
  • 4 BIO-Eier
  • 120 g Zucker
  • 250 g Quark
  • 250 g Mascarpone

für das Topping:

  • 5 Äpfel (850 g)
  • Schuss Zitronensaft
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 50 g Butter
  • 150 g Walnüsse
  • 70 g Zucker
  • 150-200 ml Sahne
Schritt I: Mürbeteig vorbereiten

APFEL-KÄSEKUCHEN

Das gesiebte Mehl und Backpulver mit Zucker, Salz und der in Würfel geschnittenen Butter zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und im Kühlschrank ruhen lassen. Nach einer halben Stunde oder länger wird er Teig ausgerollt und eine 28 ∅ Springform (Boden und Wände) damit ausgekleidet und ein paar Mal mit einer Gabel eingestochen.

Schritt II: Blindbacken & Füllung

Den Herd auf 175 °C vorheizen. In der Zwischenzeit die zerstoßene Tonkabohne und Milch zusammen aufkochen, im Anschluss vom Feuer nehmen und ziehen lassen. Die restlichen Zutaten der Füllung verrühren. Die Milch kommt erst dazu, wen sie ein wenig abgekühlt und nicht mehr siedend heiß ist. Schließlich den Mürbeteig auf der mittleren Schiene für 15 Minuten blind backen. Während der Teig backt könnt Ihr die Äpfel schälen und grob würfeln. Die Stücke müssen nicht perfekt sein, denn sie sinken gleich ohnehin in der Käsekuchenmasse ein. Gebt zu den Äpfeln einen ordentlichen Schuss Zitronensaft, um zu verhindern, dass sie braun werden. Außerdem kommen 3 EL Semmelbrösel dazu, sie verhindern, dass die Äpfel zu sehr „suppen“.

APFEL-KÄSEKUCHEN

Nach 15 Minuten die Springform aus dem Ofen nehmen und zunächst die Käsekuchenmasse hineingeben. Danach die Apfel-Stücke gleichmäßig darauf verteilen und weitere 60 Minuten backen.

Schritt III: Walnuss-Karamell

Nach 60 Minuten den Ofen ausstellen und einen Spalt breit öffnen, damit der Apfel-Käsekuchen langsam auskühlen kann. Die Walnüsse ohne Fett in einer Pfanne rösten und darauf achten, dass sie nicht verbrennen. In eine Schüssel geben und die Pfanne kurz mit klarem Wasser ausspülen oder mit Küchenpapier etwaige Krümel wegwischen. Butter und Zucker bei mittlerer Hitze mittelbraun karamellisieren lassen. Walnüsse hinzugeben und zügig unterrühren. Nun nach und nach mit Sahne ablöschen und rühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Es ist natürlich Bauchgefühl. Bedenkt einfach, dass die Masse beim Abkühlen wesentlich fester wird. Lieber einen Schluck mehr Sahne zugeben, als sich die Zähne an einem soliden Block Karamell ausbeißen. Auch das Portionieren des Kuchens geht so leichter vonstatten.

Karamell gleichmäßig verteilen und den Apfel-Käsekuchen vor dem Anschneiden komplett auskühlen lassen!

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