Ananas-Basilikum-Limonade, hausgemacht

Ananas-Basilikum-Limonade

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, habe ich mir in den letzten Tagen nicht das drölfzigste WM-Party-Rezept für Euch aus der Nase gezogen, um auch möglichst viele *Schlaaaand!*-Freunde auf den Blog zu locken. Generell finde ich Dinge wie schwarz-rot-goldene Smoothies, die pünktlich zu EM und WM aufploppen, ganz grausam – völlig abgesehen von der Tatsache, dass die Deutschen bei der WM 2018 ja nun wirklich nicht viel Grund zur Freude hatten. Wir Kroaten im Gegenzug schon, allerdings manifestierte sich das bei mir eher in unkontrollierten Nervenzusammenbrüchen und Geschrei während der Spiele. Definitiv nicht in rot-weiß karierten Schmankerln.

Diese Woche gibt es aber stattdessen ein sommerliches und super-erfrischendes Rezept für Euch: Hausgemachte Ananas-Basilikum-Limonade! Entweder schwangerschafts-/still-kompatibel (erste Priorität in unserem Freundeskreis derzeit) oder als Basis für Drinks mit ein paar mehr Umdrehungen 😉

Ich muss gestehen, dass in der letzten Woche kulinarisch bei uns nicht viel gedroschen war. Die WM und die Tatsache, dass Kroatien so unfassbar weit gekommen ist, hat mich zugegebenermaßen etwas aus dem Tritt gebracht. Plus das schöne Wetter! Da wurde natürlich bei jeder Gelegenheit gegrillt und mit Freunden im Garten gesessen statt am Herd gestanden. Mein Beitrag angesichts der wachsenden Schwangerschafts- und Mutti-Ratio bei unseren Gästen sind – neben dem ein oder anderen Nachtisch – normalerweise alkoholfreie Alternativen zu Bier und Wein. Mein Klassiker ist eine superfrische Ingwer-Zitronen-Limonade, die ich schon seit Jahren mache und die mittlerweile auch den Weg auf die ein oder andere Getränkekarte in Köln gefunden hat 😀 Aber immer dasselbe ist ja langweilig, deswegen hab ich mir diese Ananas-Basilikum-Limonade ausgedacht, die nicht ganz so scharf ist, dafür aber fruchtiger und so richtig nach Urlaub schmeckt!

Früchte + Kräuter – willkommen im Limonaden-Wunderland

Ananas-Basilikum-Limonade

Ok, ich lebe ja in Köln, insofern gastronomisch gesehen im goldenen Mittelfeld Deutschlands. Viele Dinge brauchen ihre Zeit, um auch in Köln anzukommen. Ob das nun Matcha Lattes, Poke Bowls oder ähnliche Erscheinungen sind: Köln ist etwas träge, bequem, nicht grade experimentierfreudig, und ehrlich gesagt sogar ein bisschen stolz drauf. Ich zitiere in dem Zusammenhang mal das Kölsche Grundgesetz (ja, das gibt es und wir Kölner kennen es!) §6: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet! Übersetzung? „Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, weg damit!“ Zum Glück gilt das nicht für kreative Limonaden, denn davon hab ich in diversen Kölner Cafés und Bars schon einige spannende gesehen. Nicht, dass ich so ein Limo-Trinker bin. Aber: Schonmal Moscow Mule mit hausgemachtem Ginger Ale probiert? Meeeeega lecker!

Vom Bartresen in die Krabbelgruppe 😉

Kräuter und Zutaten aus der Küche haben in diversen Cocktails ohnehin schon längst ihren Platz gefunden. Mittlerweile 10 Jahre ist es her, dass Jörg Meyer den Gin Basil Smash erfunden hat – der heute in Bars, die auch nur ein bisschen etwas auf sich halten, zum festen Repertoire gehört. Warum also nicht auch in Limonaden fruchtig und kräutrig kombinieren? Die Ananas-Basilikum-Limonade ist da nur eine von unzähligen Optionen. Brombeere + Rosmarin? Pfirsich + Thymian? In meinem Kopf gäbe es noch unzählige Ideen… Manche habe ich schon ausprobiert, andere als nicht wirklich geil verworfen. Zum Beispiel Wassermelone als Basis – es ist quasi unmöglich, daraus ein vernünftiges Konzentrat zu ziehen, viel zu wässrig. Oder ich hab den richtigen Kniff noch nicht raus… Generell toll am Zusatz von Kräutern ist aber: Sie geben der Limonade einen schönen Twist, machen das Ganze runder, interessanter und „erwachsener“. Nur fruchtig und süß ist schließlich ein bisschen lame, oder?

Ich habe die Ananas-Basilikum-Limonade übrigens sowohl mit gewöhnlichem, als auch mit Thai-Basilikum ausprobiert. Mir persönlich gefällt die Variante mit Thai-Basilikum etwas besser, irgendwie leichter und für mich mit einem Hauch Anis-Geschmack. Welches Basilikum Ihr letztendlich verwendet, liegt natürlich völlig bei Euch! Das Konzentrat, welches Ihr am Ende erhaltet, ist durch den hohen Zuckergehalt sehr lange im Kühlschrank haltbar.

Rezept Ananas-Basilikum-Limonade (ergibt 0,75-1 l Konzentrat)

Ihr benötigt:

  • 1,5 Liter Ananassaft
  • 400 g Zucker
  • 300 ml Limettensaft
  • 1 Bund (Thai-) Basilikum

Die Zubereitung ist denkbar simpel!

Ananassaft aufkochen und den Zucker hinzugeben. Leicht einköcheln lassen, bis es sprudelnd kocht und dabei ziemlich große Blasen wirft. Ihr merkt, dass die Konsistenz langsam ein wenig dicker wird. Ich schätze, mein Saft war auf etwas die Hälfte einreduziert.

Ananas-Basilikum-LimonadeLimettensaft und Basilikum hinzugeben. Den Topfinhalt nun gründlich pürieren und ganz langsam auskühlen lassen. Je länger Ihr die Mischung nun noch ziehen lasst, desto mehr Aroma kann das Basilikum an die Limonade abgeben. Ich habe die Mischung nach 6 Stunden durch ein feines Sieb gegeben und für die Lagerung im Kühlschrank umgefüllt.

Ananas-Basilikum-Limonade

Das war’s auch schon! Dieses Konzentrat könnt Ihr nun mit Sprudelwasser aufgießen (4-6 cl reichen für ein 400-ml-Longdrink-Glas). Schmeckt am besten in der Hängematte oder am Strand! ♥

Dazu lege ich Euch den ultimativen Entschleunigungs-Song von einem meiner liebsten Weltmusik-Künstler, Darko Rundek, ans Herz. Selbst wenn Ihr nicht versteht, wie wunderschön und greifbar er die Atmosphäre eines gleißenden Sommernachmittags an der dalmatinischen Küste beschreibt… setzt Euch in den Schatten, nippt an Eurem Glas, lasst Euch einlullen und träumt Euch hin:

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